Radtourismus Beratung findet bei mir nicht nur am Schreibtisch statt. Manchmal beginnt sie nachts – und setzt sich auf der Tribüne einer Handballhalle fort.

Um 2:30 Uhr endet der vorige Tag endlich. Zuhause angekommen, müde, aber zufrieden.
Um 9:30 Uhr klingelt der Wecker dann gnadenlos. Ausschlafen? Eher nicht.

Um 10:05 Uhr startet die Handball-Logistik:
Die „Große“ spielt in Schenefeld und wird dafür zu einer Freundin nach Eggebek gebracht.
Die „Kleine“ spielt in Gelting und fährt mit Papa.
Mama ist heute bei den Landfrauen zum Frühstücken – Teamarbeit eben.

Um 11:15 Uhr kommen wir in Gelting an.
Kind zum Aufwärmen, Papa auf die Tribüne. Zum Glück mit 5G.
Um 12:00 Uhr ist Anpfiff – auf geht’s.


Arbeitsalltag am Wochenende: runterfahren, nicht abschalten

Am Wochenende lässt sich Arbeit nie ganz ausblenden. Aber man kann sie anders denken.
Keine To-do-Listen abhaken, sondern Gedanken sortieren und notieren.

Die kommende Woche muss geplant werden, Termine abgestimmt, Familienzeiten integriert.
Wenn man auf dem Land lebt, ist das immer auch eine logistische Aufgabe:
Handballtraining, ausgefallene Schulstunden, Arzttermine, Freunde besuchen – und der ganz normale tägliche Wahnsinn.

Beim Handball ist der Rechner dabei, aber nur solange sich die Kinder aufwärmen.
Wenn das Spiel beginnt, bleibt der Laptop zu.
Dann ist Family Time.


Planung zwischen Sofa, Urlaub und Verantwortung

Der grobe Plan für den Nachmittag steht schnell:
????60 Minuten Sofa.
Die Nacht hängt noch in den Knochen.

Danach geht es an die Familien-Urlaubsplanung.
Wollen wir weg? Wann? Wohin?
Auch Logistik – aber die gute Sorte, die Spaß macht.

Um 19:00 Uhr geht es dann nach Tolk zur JHV unserer Arbeitsgemeinschaft der zertifizierten Natur- und Landschaftsführer.
Die Interessengemeinschaft stellt sich neu auf.

Ich gebe meinen Posten als Vorsitzender ab.
Nicht, weil es keinen Spaß macht – sondern weil mir künftig schlicht die Zeit fehlen würde.
Mein neuer Wirkungskreis für die Beratung von Hotels und Reisebusunternehmen ist Deutschland und Österreich. Dafür bin ich viel unterwegs und könnte diesem Amt nicht mehr die Aufmerksamkeit geben, die es verdient.

Eine Nachfolge ist in Sicht – was Anfang der Woche noch ganz anders aussah.
Ein gutes Gefühl.


Touren, Begegnungen und Telefonate unterwegs

Gedanklich bin ich zwischendurch schon in der kommenden Saison:
Einige Gruppen haben bereits eine Radbegleitung gebucht.
Nordfriesland und Angeln sind dabei klare Schwerpunkte.

Eine Gruppe nach Westerstede steht ebenfalls wieder an.
Eine echte Herzensangelegenheit. Tolle Menschen, die ich schon zweimal begleiten durfte.
Man kann fast Freunde sagen. Darauf freue ich mich besonders – meine Frau kommt diesmal mit. Also auch ein kleines Stück raus aus dem Alltag.

Auf dem Weg nach Gelting klingelt das Telefon:
Schleiradgeber aus Rieseby.
Kurze Fragen zum Fahrrad Escape Game, dazu einige spannende Anregungen aus Rieseby. Sehr interessant, was sich dort entwickeln könnte.

Nebenbei die Terminfrage:
Ist die mietrad.de Hausmesse nächste Woche oder eine später?
Kurze Verwirrung, dann Klarheit:
???? Wir sehen uns am 29.01.2026 in Hamburg.


Gedankenkarussell zu „Dein Raderlebnis“

Einige neue Ideen für Hotels sind heute entstanden – direkt notiert.
Stichworte für das Campingplatz-Konzept landen als eigenes Projekt in den Notizen.

Handy, iPad, MacBook und iMac greifen auf dieselben Gedanken zu.
Eine einfache Technik – aber unglaublich wertvoll für kreative Arbeit.

Ein weiteres Thema: Sponsoring der Handballmannschaft – ja oder nein?
Mein Bauchgefühl sagt: eher nein.
Die Mannschaft hat alles, was sie braucht. Alles Weitere wäre Luxus. Es gibt andere Stellen, die Unterstützung dringender benötigen.

Wenn es einem gut geht, kann man auch etwas abgeben.
Ich beobachte das weiter in meinem Umfeld.


Fazit des Tages

Wenig Schlaf.
Viel Bewegung.
Viele Gedanken.

Und wieder zeigt sich: Radtourismus Beratung entsteht oft genau dort, wo Leben stattfindet.

Morgen geht’s weiter.