Herzlich willkommen zum sonntäglichen Seelenstriptease! Wenn ihr glaubt, eine Woche hätte nur sieben Tage, dann habt ihr noch nie versucht, Netzwerken und Radtourismus in einen Terminkalender zu quetschen, der eigentlich schon beim Montagsfrühstück „Burnout“ schreit.
Der Montag: Papierkrieg und Vorbereitung
Die Woche startete, wie jede gute Woche startet: mit dem Endgegner namens Bürokratie. Bevor man die Welt retten oder zumindest den Radtourismus revolutionieren kann, muss man erst einmal Berge von Papier bezwingen. Aber hey, der Rest der Woche wollte schließlich minutiös geplant werden. Spoiler: Pläne sind dazu da, um von der Realität ausgelacht zu werden.
Dienstag: Alles Gute zum Geburtstag!
Dienstag war das Büro nur die Aufwärmübung. Der eigentliche Marathon fand zu Hause statt: Meine liebe Frau feierte Geburtstag. Das bedeutet bei uns traditionell: „Tag der offenen Tür“. Viel Besuch, viel Trubel und die Erkenntnis, dass Networking am Kaffeetisch mindestens so anstrengend ist wie im Konferenzraum – nur mit mehr Sahne.
Mittwoch: Von Silberstedt an die Ostsee und ab nach Berlin
Mittwochmorgen, kurz nach dem Aufstehen der Hähne, ging es zum BNI-Frühstück. Neue Location im „Schimmelreiter“ in Silberstedt. Ich war extra früh da, um eventuelle Katastrophen im Keim zu ersticken – man kennt das ja. Aber: Pustekuchen! Alles war perfekt. Wenn Profis am Werk sind, kann ich mich entspannt zurücklehnen und meinen Kaffee genießen.
Um 9:00 Uhr hieß es dann: Ab Richtung Osten! Ziel: Ahrenshoop auf dem Fischland Darß. Dort plane ich mit einer Fahrradvermietung ein Bike Escape Game. Der Kunde rief mich unterwegs an: „Komm doch direkt zu mir nach Hause, musst nicht ganz auf die Insel.“ Da ich überpünktlich war (ja, das gibt es!), habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir die Insel angeschaut. Reetdächer, perfekte Radwege – ein Träumchen für jeden, der Netzwerken und Radtourismusliebt. Nach zwei Stunden intensivem Austausch war klar: Wir machen das! Nächste Woche stehen die ersten Entwürfe an.
Die Ernüchterung folgte in Falkensee bei Berlin: Hotel gebucht, Restaurant bis April zu. Mein „Gala-Dinner“ bestand also aus einer improvisierten Kaufland-Mahlzeit auf dem Bett. Glamour-Faktor: Null.
Donnerstag: 5:00 Uhr morgens – Der Bär steppt in Berlin
Der Wecker ist ein Sadist. Um 5:00 Uhr klingelte er, um 5:30 Uhr war Abfahrt zum Steigenberger Hotel Am Kanzleramt. Hier trifft sich das BNI-Chapter „Bären“. Das erste Chapter Deutschlands startet schon um 6:00 Uhr mit dem Netzwerken, weil es sonst einfach zu viele Mitglieder sind. Eine Dynamik, die einen wacher macht als jeder Espresso! Ein Mitglied erzählte mir sogar, dass er im Urlaub in Husum beim Lamm Kontor unser BNI-Banner hängen sah und dachte: „Die sind wirklich überall!“
Anschließend der obligatorische Stau zur Messe Berlin. Zwei Kilometer in 30 Minuten – Berlin, ich liebe dich (nicht). Die ITB war dann ein einziger Rausch. Während wir Europäer noch fleißig Prospekte drucken, zeigen Asien (China, Taiwan, Korea) und der Nahe Osten (Dubai, Katar), was Technik bedeutet. VR-Brillen, LED-Fußböden – das ist die Zukunft! Einzig die Türkei hat das Potenzial von Radreisen wirklich offensiv nach außen getragen.
Freitag: Elon Musk und Ayurveda im Erzgebirge
Freitagvormittag kurzer Boxenstopp an der Tesla Gigafactory in Grünheide. Man kann von Elon Musk halten, was man will, aber die Ausmaße dieser Vision sind einfach irre. Danach weiter nach Aue-Bad Schlema ins Hotel am Kurhaus.
Hier wird Netzwerken und Radtourismus perfektioniert. Katja, die Leiterin des 4-Sterne-Hauses, zeigte mir alles: Fahrradschuppen mit Reinigungssystem, Anhänger für Biketransport und ein Wellness-Bereich mit echten Profis aus Sri Lanka. 50 Radtouren starten direkt am Haus. Wer hier nicht entspannt, dem ist nicht zu helfen. Den Abend rundete ein Döner in Berlin-Adlershof ab – Pflichtprogramm!
Samstag: Der Planwagen-Retter
Ab Richtung Heimat, noch schnell Tochter und Nichte in Kropp eingesammelt und zu Hause direkt wieder im Einsatz: Meine Frau brauchte einen Fahrer für die Treckertour beim Kindergeburtstag. Also rauf auf den Bock und ab durch die Pampa. Strahlende Kinderaugen sind doch der beste Feierabend-Lohn.
Kilimandscharo Update
Die Messe war ein voller Erfolg für meine Kilimandscharo-Aktion! Ich habe bergeweise Infomaterial gesammelt. Die Tour wird der Hammer, jetzt fehlt nur noch das perfekte Rahmenprogramm. Falls ihr wissen wollt, wie man sich auf so etwas vorbereitet, schaut euch doch mal meine Tipps zur Reisevorbereitung an oder besucht die Seite der ITB Berlin für globale Trends.
Erkenntnis der Woche
SPORT, SPORT, SPORT! Meine Uhr hat mich am Donnerstag um 12:00 Uhr ausgelacht: „Glückwunsch, 10.000 Schritte erreicht!“ Im Winter bewege ich mich scheinbar nur zwischen Kaffeemaschine und Schreibtisch. Das muss sich ändern. Die Anmeldung für den „Lauf zwischen den Meeren“ am 30. Mai ist mein neuer Anker. Der Speck muss weg!